Danke Corona – 5 positive Dinge, die der Shutdown mir gebracht hat

Ja, ich weiß, Corona bringt viele Einschränkungen, Unsicherheit und auch Leid mit sich. Und trotzdem gibt es auch Chancen, dass sich Gutes aus dieser ungewöhnlichen Situation ergibt. So wie bei jeder Heldenreise, die uns in Filmen und Geschichten fasziniert. Wir stecken gerade mitten in einer aufregenden Heldenreise – mit all den Ängsten, Herausforderungen und Verletzbarkeit, aber auch mit Erkenntnissen, Verbindung und „Schätzen“. Du kannst deinen Blick auf das Negative und die Einschränkungen richten – oder nach dem suchen, was sich durch die Krise positiv für dich verändert hat.

Ich möchte dir Mut machen, nach den Chancen zu suchen und habe hier 5 Punkte aufgeschrieben, die sich für mich durch den Shutdown positiv verändert haben.

 

Freude am Bloggen wiederentdeckt

Gleich in der ersten Woche bin ich bei „Quarantexte“ von Judith Peters eingestiegen. Ihre Challenge für Daheimblogger fand ich eine super Idee – wenn ich schon meine Seminare und Coachings absagen musste, konnte ich die Zeit gut nutzen, um wieder mehr zu schreiben. Der Deal war, jede Woche einen neuen Blog-Artikel zu veröffentlichen. Und die Themen der Blogs hatten natürlich mit der aktuellen Situation zu tun.  Das hier ist übrigens schon der vierte Blogartikel 🙂

Das Tolle für mich ist, dass mir das Schreiben gerade viel leichter von der Hand geht als sonst. Ich denke nicht mehr so viel über einzelne Wörter und Sätze nach, sondern lasse die Gedanken aus meinem Kopf sprudeln. So hatte ich meinen Blog über den Monatsrückblick für März in genau 2 Stunden fertig! Besonders viel Freude hat mir der Blog über die 4 Ideen, wie du in Krisenzeiten Kraft in der Natur findest gemacht. Ein paar Tage davor war ich selbst mit meinem Freund im Wald unterwegs und konnte wunderbar aus meiner eigenen Erfahrung schreiben.  Judiths Ansatz ist, einfach loszuschreiben, ohne etwas „Perfektes“ abliefern zu wollen. Das tut mir sehr gut und hat meine Freude am Schreiben wieder geweckt. Ich hoffe sehr, dass ich das auch nach dem Shutdown beibehalten kann!

Freude am Bloggen

 

Live-Videos als Challenge für mich

Die letzte Woche habe ich genutzt, um eine kleine Herausforderung für mich selbst anzugehen: Live-Videos. Auch wenn ich früher schon mehr Videos und Live-Videos gemacht habe, gab es immer noch ein leichtes Unbehagen dabei. Und im Trubel der anderen Aufgaben hatte ich die Videos immer weiter nach hinten verschoben … Und so habe ich kurzentschlossen die Aktionswoche „Innere Stärke“ ins Leben gerufen und eine Woche lang täglich ein Live-Video auf meiner Facebook-Seite gemacht. Die Ideen für die Videos hatte ich schnell beisammen – jeden Tag habe ich einen Aspekt der inneren Stärke vorgestellt,  mit einer kleinen Aufgabe, die die Zuschauer für sich selbst machen können.

Am Montag ging es los, und ich war neugierig und aufgeregt. Würde die Technik funktionieren? Hatte ich genug zu erzählen oder würde mir zwischendurch der Faden abreißen? Würden Zuschauer dabei sein? Ich war sehr gespannt. Nach den ersten Sätzen im Video kam meine Begeisterung für das Thema zum Vorschein und es hat mir viel Freude gemacht, über die innere Stärke zu erzählen. Es waren einige Zuschauer dabei und nachher war ich richtig stolz auf mich. Die nächsten Tage lief es genauso gut und meine Freude mit den Videos wuchs. Und am Ende der Aktionswoche habe ich sogar noch einen Bonus-Tag drangehängt mit der Idee, die Verbindung zur Natur und den Halt der Gemeinschaft zu spüren.

Live-Video-Challenge

 

Innere Stärke als Download

Das Feedback der Zuschauer hat mich sehr bestärkt, dass die Aktionswoche gut angekommen ist und die innere Stärke gerade jetzt, bei so viel Unsicherheit im Außen, ein wichtiges Thema ist. Besonders gefreut hat mich, dass einige meiner Newsletter-Leser die Videos gesehen haben, obwohl sie nicht bei Facebook sind. Eine Leserin fragte mich allerdings, warum ich die Videos unbedingt bei Facebook einstellen muss … das hat mich auf die Idee gebracht, dass die Videoreihe ein wunderbarer kleiner Minikurs für mehr innere Stärke ist! Deshalb wird es die Videos bald auch als Gratis-Download auf meiner Webseite geben 🙂

    Feedback Aktionswoche

 

Pferdeweisheiten online

Bisher hatte ich immer gedacht, ich brauche die Pferde zum Coachen. Doch ist das wirklich so? Da meine Coachings mit den Pferden momentan nicht stattfinden können, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das Coaching mit Pferden auch ohne Pferde vermitteln kann. Das direkte Erleben mit den Pferden ist eine Besonderheit in meinem Coaching, und viele meiner Kunden kommen genau deshalb zu mir. Sie suchen den achtsamen Kontakt zu Pferden und das direkte Feedback, das sie von den Pferden bekommen. Mit den Weisheiten und Prinzipien der Pferde kann ich die Menschen aber genauso gut unterstützen, ohne dass die Pferde direkt dabei sind. Da geht es um Präsenz, Verbindung zu sich selbst, Klarheit finden und authentisch handeln. Und ja, inzwischen fühle ich manchmal selbst schon wie ein Pferd 😉

Ideen für neues Coachingkonzept

Die aktuelle Pause ist wieder ein Anstoß für mich, mein Coachingkonzept zu überdenken und zu kommunizieren, dass ich nicht nur mit Pferden, sondern vor allem mit Pferdeweisheiten coache. Die Wirksamkeit der Pferdeweisheit lässt sich sehr gut als Kombination von Pferdebegegnungen und intensivem Telefon/Online-Coaching für die konkreten Schritte im Alltag erfahren. Wie ein neues Konzept genau aussehen kann, weiß ich noch nicht. Aber ich habe vor 2 Jahren schon einen Online-Kurs konzipiert und mit einer kleinen Gruppe durchgeführt. „Erlebe dich selbst“ kam sehr gut bei den Teilnehmerinnen an, ist danach allerdings in meiner Schublade verschwunden … Jetzt könnte er ein Baustein im neuen Konzept werden.

 

Mein Pferd wird ein (Aus)Reitpferd

Dank Corona „durfte“ ich nicht nach Berlin zum Arbeiten und konnte daher jeden Tag zu meinem Pferd gehen. Und diese Zeit mit Jaleo habe ich sehr genossen! Ich habe unsere langen Spaziergänge auf ganz neue Art schätzen gelernt und die Verbindung zu ihm vertieft. Die gemeinsame Zeit im Wald, die Natur und das Zwitschern der Vögel um uns herum habe ich sehr intensiv erlebt. Und ich hatte viel Zeit und Ruhe, um mit Jaleo das entspannte Ausreiten im Gelände zu üben. Das war lange Zeit unser Thema, weil er sich leicht aufgeregt und verspannt hat und immer wieder „Gespenster“ in den Büschen sah, an denen er nicht vorbeigehen wollte.

Spazier-Ausritte

Die letzten 3 Wochen waren wir oft allein draußen im Wald und haben „Spazier-Ausritte“ gemacht – halb Laufen, halb Reiten. Jaleos Selbstvertrauen ist unheimlich gewachsen, mittlerweile geht er mutig und entspannt vorwärts. Er trabt und galoppiert wunderbar und wir haben traumhafte Waldwege zusammen entdeckt. Inzwischen bin ich richtig süchtig nach dem Ausreiten geworden J Und wenn sich Jaleo doch mal vor einem „Wurzelgespenst“ fürchtet, halten wir an, er darf schauen und geht dann in seinem Tempo daran vorbei.

Das Beste ist, dass Jaleo jetzt schon 2 Mal als Führpferd für ein anderes, unsicheres Pferd im Gelände gegangen ist. Das hätte ich mir vor ein paar Wochen nie vorstellen können! Er lief entspannt am langen Zügel vorneweg, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Das andere Pferd konnte sich an ihm orientieren und Jaleos ruhige Ausstrahlung hat ihm Sicherheit gegeben. Er hat sich dabei so erwachsen angefühlt, dass ich richtig stolz auf ihn war!

Ausreiten mit Jaleo

 

Wandertag vor der Haustür

Warum immer weit weg fahren, Natur und Erholung gibt es auch ganz nah. Da wir unsere geplante Ostseefahrt absagen mussten, haben mein Freund und ich umdisponiert und eine Tageswanderung in der Märkischen Schweiz gemacht. Dass es dort so schön ist, hätten wir nicht gedacht! Der Wanderweg schlängelte sich zuerst an einem lauschigen Bach entlang, dann ging es durch herrliche Wälder und hoch zu drei Aussichtspunkten mit weitem Blick über den See, und am Ende gab es auch noch eine Abenteuer-Strecke durch eine schmale Schlucht. Von Flanieren bis Klettern war alles dabei, und trotz wunderschönem Frühlingswetter waren nur wenige Leute unterwegs. Wir waren sehr glücklich, dass wir diese Tour entdeckt hatten, so nah bei uns.

Und weil es so schön war, haben wir eine Woche später gleich noch eine Wandertour in der Nähe gemacht, diesmal um den Gamensee, der toll eingebettet in einem schmalen Tal liegt. Wieder schien die Sonne, die Welt war in Ordnung, und wir beide waren sehr froh, dass wir so schöne Plätze direkt „um die Ecke“ haben.

Wandern vor der Haustür

 

Mehr Raum dank Corona

Einen positiven Aspekt, den ich sehr spannend finde, hat mir eine Klientin geschrieben. Sie ist schnell von äußeren Reizen und der Anwesenheit anderer Menschen überfordert, und traute sich daher oft nicht, unter Menschen zu gehen. Das „social distancing“ empfindet sie gerade als unglaubliche Erleichterung – endlich hat sie den Raum um sich herum, den sie sich immer gewünscht hat! Sie kann aufatmen und sich ohne die ständige Anspannung in der Öffentlichkeit bewegen. Mit Erstaunen nimmt sie wahr, wie schwer sich die meisten Menschen damit tun, mehr Abstand zu anderen Personen zu halten – für sie ist eine richtige Wohltat.

 

Mehr Zeit? Irgendwie nicht

In dem Punkt hat sich durch Corona allerdings gar nichts verändert … Trotzdem meine Seminare und Coachings im Moment abgesagt sind und ich auch im Ingenieurbüro viel weniger arbeite, habe ich gefühlt genauso viel zu tun wie sonst auch.
Von vielen Menschen in meinem Umfeld höre ich, dass sie gerade mehr Zeit haben als sonst – und sie zum Lesen, Fenster putzen, Wohnung aufräumen oder für einen neuen Online-Yoga-Kurs nutzen. Oder nicht wissen, was sie mir ihrer Zeit anfangen sollen. Über Zeitüberfluss oder sogar Langeweile kann ich mich nicht beklagen. Stattdessen habe ich viele neue Ideen, die ich jetzt ausprobieren will, viel „Liegengebliebenes“, das ich aufarbeiten möchte und viele Freunde und Bekannte, mit denen ich jetzt endlich mal telefonieren will …. insgesamt ist mein Tag also genauso voll wie immer.

Das ist für mich eine weitere Erkenntnis aus der aktuellen Krise: ich werde wohl immer „genug zu tun“ haben, und brauche nicht darauf zu warten, dass es ruhiger wird. Sobald etwas Raum da ist, sprudeln meine Ideen los, und ich finde mit Sicherheit die eine oder andere Aktion, auf die ich gerade Lust habe. Langeweile wird es bei mir also nicht geben!

 

Und bei dir?

Was hat sich bei dir in den letzten Wochen verändert? Traust du dich, einen vorsichtigen Blick zu wagen und nach Dingen zu suchen, die sich durch Corona positiv für dich verändert haben? Schreibe mir gern, was du gefunden hast, ich bin gespannt!

Falls es dir schwer fällt, das Gute in der herausfordernden Zeit zu sehen, melde dich gern bei mir. Beim Stärken-Talk finden wir bestimmt einige gute Dinge, die dich wieder positiv nach vorn schauen lassen. HIER kannst du dir einen Termin dafür reservieren.

 

Mehr Selbstsicherheit für dich

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