Feinfühlig und stark: 5 Glaubenssätze, die dich zurückhalten

Sensibilität kann Stärke und Fluch zugleich sein … senbible Menschen können sich gut in andere einfühlen, lassen sich aber auch leicht von außen beeinflussen. Sie haben oft das Gefühl, in unserer lauten Welt nicht richtig zu sein. In diesem Artikel beleuchten wir die fünf häufigsten negativen Glaubenssätze, die feinfühlige Menschen beeinträchtigen – und du bekommst praktische Tipps, wie du diese Glaubenssätze verändern bzw. „abmildern“ kannst.

Sind feinfühlige Menschen anders?

Feinfühlige Menschen besitzen eine einzigartige Gabe: Sie können tief fühlen, komplexe Emotionen verstehen und empathisch mit anderen interagieren. Doch diese Sensibilität bringt auch Herausforderungen mit sich, besonders wenn es um Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen geht.

Feinfühlige Menschen sind häufig kritischer mit sich selbst als andere Menschen. Sie stellen hohe Ansprüche, spüren die Erwartungen der anderen besonders deutlich und setzen sich dadurch leichter unter Druck.

Negative Glaubenssätze können sich tief in das Bewusstsein feinfühliger Menschen eingraben und sie daran hindern, ihr volles Potenzial zu entfalten. Lass uns deshalb mal anschauen, welche Glaubenssätze häufig aktiv sind und wie du sie transformieren kannst.

Glaubenssatz 1: „Ich bin zu empfindlich“

Viele feinfühlige Menschen hören oft, dass sie „zu empfindlich“ seien. Vielleicht hat auch schon mal jemand zu dir gesagt, dass du dir das „nicht so zu Herzen nehmen sollst“ oder dir „ein dickeres Fell“ zulegen sollst. Wenn du denkst, dass du zu empfindlich bist, kann das dein Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen.

Alltagsbeispiel:

Lisa, eine feinfühlige Sozialarbeiterin, hört oft von Kollegen und Freunden, dass sie „zu empfindlich“ sei. Bei der Arbeit empfindet sie die emotionalen Belastungen ihrer Klienten intensiver als ihre Kollegen, was sie manchmal überwältigt. Nach der Arbeit kann sie schlecht abschalten und trägt die Sorgen ihrer Klienten mit nach Hause … So langsam fragt sie sich, ob sie stark genug für ihren Beruf ist.

Tipps zur Überwindung:

  • Erkenne und akzeptiere deine eigenen Sensibilität als Stärke:
    Sensibilität ermöglicht tiefes Verständnis und Empathie. Mach dir bewusst, wobei dir deine Sensibilität hilft – z.B. dass du leichter eine Verbindung zu anderen Menschen aufbauen kannst, Vertrauen schaffst und merkst, wenn etwas „nicht stimmt“.
  • Lerne Techniken zur emotionalen Abgrenzung und Selbstfürsorge:
    Sorge für regelmäßige Pausen und Auszeiten, in denen du abschalten und für dich selbst sein kannst. Meditation und Achtsamkeitsübungen können dir helfen, emotionale Überlastung zu vermeiden.

Glaubenssatz 2: „Ich bin nicht belastbar genug“

Der Glaube, dass feinfühlige Menschen mit Stress und Herausforderungen schlechter umgehen können, kann ihre berufliche und persönliche Entwicklung einschränken. Du traust dich dann z.B. nicht, eine verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, oder ziehst dich lieber zurück statt eine tolle Idee umzusetzen.

Alltagsbeispiel:

Tim, ein feinfühliger Projektmanager, hat oft das Gefühl, dass er dem Druck und den Erwartungen im Job nicht gewachsen ist. Er beobachtet, wie seine Kollegen mit Stress umgehen und fragt sich, warum er selbst sich so schnell überfordert fühlt. Das verstärkt seinen Stress noch und er hat Schwierigkeiten, sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren.

Tipps zur Überwindung:

  • Lerne Stressbewältigungsstrategien und trainiere deine Resilienz:
    Techniken wie Zeitmanagement, Prioritätensetzung und regelmäßige Erholungsphasen können dir helfen, Stress besser zu bewältigen. Hilfreich sind auch Übungen zur Achtsamkeit und Entspannung, damit du in stressigen Situationen gelassener bleiben kannst.
  • Entwickle eine eigene, an deine Sensibilität angepassten Arbeitsweise:
    Finde für dich heraus, wie du am besten arbeiten kannst und welche Umgebungen für dich am förderlichsten sind. Wie kannst du Meetings gut gestalten – online oder offline? Nutze die Chance, im Homeoffice zu arbeiten oder flexible Arbeitszeiten zu nutzen, um z.B. in den ruhigeren Randzeiten konzentriert zu arbeiten oder eine längere Mittagspause zur Erholung zu haben.

Glaubenssatz 3: „Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig“

Feinfühlige Menschen neigen dazu, die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen zu stellen. Dadurch vernachlässigen sie ihre eigenen Bedürfnisse oder haben sogar verlernt zu spüren, was sie selbst brauchen. Das führt oft zu Erschöpfung und innerer Leere – oder dem Gefühl, fremdbestimmt zu sein.

Alltagsbeispiel:

Maria, eine feinfühlige Mutter und Ehefrau, stellt die Bedürfnisse ihrer Familie vor ihre eigenen. Sie kümmert sich liebevoll um die Kinder, hilft bei den Schularbeiten, kocht und kauft ein, und hört abends geduldig ihrem Mann zu. Sie nimmt sich kaum Zeit für sich selbst. Oft fühlt sie sich erschöpft und vernachlässigt, weil sie glaubt, dass ihre eigenen Bedürfnisse weniger wichtig sind.

Tipps zur Überwindung:

  • Lerne, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren:
    Es ist wichtig, dir Zeit für dich selbst zu nehmen und überhaupt erstmal herauszufinden, was dir gut tut und was du brauchst. Genauso wichtig ist es, deine Wünsche und Bedürfnisse klar zu kommunizieren – gerade bei den Menschen, die dir am Herzen liegen.
  • Selbstfürsorge-Routinen und das Setzen von Grenzen:
    Finde heraus, was dir gut tut und schaffe dir Raum dafür im Alltag. Regelmäßige Selbstfürsorge-Aktivitäten wie Spaziergänge oder Zeit in der Natur, ein interessantes Hobby oder Entspannungstechniken können helfen, dein Gleichgewicht zu finden.

Glaubenssatz 4: „Ich werde nicht ernst genommen“

Feinfühlige Menschen haben oft das Gefühl, dass ihre Sensibilität sie daran hindert, ernst genommen zu werden. Sie kommunizieren leiser und mit weniger Worten, und sind dann irritiert, wenn ihre Meinung nicht gehört wird. 

Alltagsbeispiel:

Alexa, eine feinfühlige Lehrerin, hat das Gefühl, dass ihre Vorschläge und Meinungen im Kollegium oft übergangen werden, weil sie ruhiger und bedachter auftritt als ihre lauteren Kollegen. Dies führt dazu, dass sie sich oft zurückzieht und ihre Ideen nicht mehr einbringt.

Tipps zur Überwindung:

  • Lerne selbstbewusst zu kommunizieren:
    Lerne, deine Meinungen und Vorschläge klar und selbstbewusst auszusprechen – mit aufrechter Körpersprache und klaren Worten. Trau dich, auch mal lauter zu werden oder eine Aussage zu wiederholen, bis du Gehör findest. 
  • Fokussiere dich auf deine eigenen Stärken und deren klaren Ausdruck:
    Mach dir deine Stärken bewusst – frag dazu ruhig mal Menschen, die dir wohl gesonnen sind, was sie als Stärke an dir empfinden. Oft sind uns unsere eigenen Stärken gar nicht so klar. Wenn du weißt, was du gut kannst, kannst du dich mit viel mehr Selbstvertrauen präsentieren. 

Glaubenssatz 5: „Ich bin zu introvertiert für Erfolg“

Viele feinfühlige Menschen glauben, dass ihre introvertierte und sensible Natur sie daran hindert, erfolgreich zu sein. Sie denken, erfolgreiche Menschen müssen laut und besonders aktiv sein, und trauen sich dann nicht, Verantwortung zu übernehmen oder eine Idee umzusetzen.

Alltagsbeispiel:

Sarah, eine feinfühlige Marketingexpertin, glaubt, dass sie zu introvertiert und sensibel ist, um in einer wettbewerbsorientierten Branche erfolgreich zu sein. Sie fühlt sich unsicher bei Netzwerktreffen und lässt bei Kundenterminen lieber ihre Kollegen präsentieren. Sarah fragt sich, ob sie jemals die Karriereleiter erklimmen kann.

Tipps zur Überwindung:

  • Akzeptiere und nutze deine introvertierten und sensiblen Stärken:
    Deine Fähigkeiten zur tiefen Reflexion und detaillierten Analyse sind wertvolle Stärken – mach dir das immer wieder bewusst.
  • Entwickle eine authentische Karriere- und Netzwerkkultur:
    Finden deinen Weg, wie du auf deine eigene Weise netzwerken und deine Karriere vorantreiben kannst, ohne dich zu verbiegen. Setze z.B. auf kleine Gesprächsrunden oder Vier-Augen-Gespräche statt auf große Meetings. Netzwerke statt mit 100 Kontakten im Small-Talk lieber intensiv mit wenigen Kontakten, mit denen du dich wirklich wohl fühlst.

Deine Sensibilität ist wertvoll

Feinfühligkeit ist eine wertvolle Eigenschaft, die mit der richtigen Einstellung und den passenden Strategien zur Stärke werden kann. Wenn du es schaffst, die negativen Glaubenssätze zu überwinden und dich selbst besser zu verstehen, kannst du deine Sensibilität nutzen, um erfolgreich und erfüllt zu leben.

Möchtest du deine Glaubenssätze in einem achtsamen Umfeld transformieren und deine Sensibilität als Stärke nutzen? Entdecke die Kraft des pferdegestützten Coachings!

Pferde sind hochsensibel und spiegeln unser inneres Selbst wider. Sie nehmen dich so an, wie du bist und helfen dir, tiefsitzende Überzeugungen zu erkennen und zu verändern. Erlebe eine berührende Begegnung mit den Pferden und lass dich von ihnen auf deiner Reise zu mehr Selbstsicherheit und innerer Stärke begleiten.

HIER kannst du eine kostenfreie Erstberatung vereinbaren. Wir schauen gemeinsam, welche Schritte du brauchst, um deine Glaubenssätze zu tranformieren. Ich freue mich auf dich!🧡

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